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KI-Mitarbeiter & KI-Agenten: Die Vision von Modal AI

Autorenbild: rouven arheidt
rouven arheidt
vor 5 Stunden
5 Min. Lesezeit

E-Mails sortieren. Informationen aus Dokumenten übertragen. Aufgaben aus Nachrichten herauslesen. Daten zusammensuchen. Statusmeldungen erstellen. Vorgänge dokumentieren.

Ein erheblicher Teil moderner Wissensarbeit besteht aus administrativen Tätigkeiten rund um die eigentliche Aufgabe eines Mitarbeiters.

Unsere Vision bei Modal AI beginnt deshalb mit einer einfachen Frage: Warum sollte ein Mensch seine Zeit mit wiederkehrender administrativer Arbeit verbringen, wenn ein KI-System diese zuverlässig übernehmen kann?

Wir wollen Menschen nicht aus Unternehmen entfernen. Wir wollen die Arbeit zwischen Mensch und künstlicher Intelligenz neu verteilen.

KI-Mitarbeiter sollen definierte administrative Aufgaben selbstständig übernehmen, Informationen verarbeiten und Arbeitsabläufe ausführen. Menschen sollen sich stärker auf die Tätigkeiten konzentrieren können, bei denen Erfahrung, Verantwortung, Kreativität und menschliches Urteilsvermögen erforderlich sind.


Mensch und KI-Mitarbeiter arbeiten als Team in einem modernen Unternehmen


Der Markt steht am Anfang eines grundlegenden Wandels

Künstliche Intelligenz ist längst im Unternehmensalltag angekommen.

Nach Eurostat nutzten 2025 rund 20 Prozent der Unternehmen in der Europäischen Union mit mindestens zehn Beschäftigten KI-Technologien. Bei großen Unternehmen lag der Anteil bereits deutlich höher.

Doch die entscheidende Entwicklung beginnt aus unserer Sicht erst jetzt.

Die erste Generation generativer KI wurde hauptsächlich als Werkzeug genutzt: Ein Mensch stellt eine Frage, die KI erzeugt eine Antwort.

Mit KI-Agenten verändert sich dieses Prinzip. Der Mensch muss nicht mehr zwingend jeden einzelnen Arbeitsschritt initiieren. Ein Agent kann innerhalb eines definierten Verantwortungsbereichs Aufgaben erkennen, Informationen verarbeiten und Aktionen ausführen.

Damit entwickelt sich KI vom reinen Informationswerkzeug zunehmend zum aktiven Bestandteil betrieblicher Prozesse.



Systemgebundene Agenten und systemübergreifende KI-Mitarbeiter

Viele KI-Agenten entstehen innerhalb bestehender Softwareplattformen. Das ist für zahlreiche Anwendungen sinnvoll: Ein Agent arbeitet innerhalb eines bestimmten Ökosystems und nutzt die dort verfügbaren Informationen und Funktionen.

Modal AI verfolgt einen anderen Ansatz.

Wir betrachten nicht ein einzelnes Softwaresystem als Ausgangspunkt, sondern die Aufgabe eines Mitarbeiters.

Ein menschlicher Mitarbeiter arbeitet schließlich ebenfalls nicht ausschließlich in einer Anwendung. Er kommuniziert, liest Informationen, bearbeitet Dokumente, nutzt unterschiedliche Systeme und führt daraus einen zusammenhängenden Arbeitsprozess aus.

Genau dieses Prinzip wollen wir auf KI-Mitarbeiter übertragen.

Ein KI-Mitarbeiter von Modal AI soll deshalb nicht durch die Grenzen einer einzelnen Anwendung definiert werden. Seine Rolle wird durch seine Aufgaben, Berechtigungen und Verantwortlichkeiten bestimmt.

Die technische Infrastruktur dahinter bleibt für den Anwender zweitrangig.

Der Arbeitsprozess bestimmt die Systeme – nicht das System den Arbeitsprozess.


Systemübergreifender KI-Mitarbeiter verbindet mehrere Unternehmensanwendungen entlang eines Arbeitsprozesses


Langweilige Arbeit automatisieren – nicht menschliche Verantwortung

Unser Ziel ist nicht maximale Automatisierung. Unser Ziel ist sinnvolle Automatisierung.

Wiederkehrende, klar definierbare administrative Arbeit eignet sich besonders dafür, von KI-Mitarbeitern übernommen zu werden.

Dazu können beispielsweise das Strukturieren von Informationen, die Vorbereitung von Aufgaben, das Zusammenführen freigegebener Unternehmensinformationen oder die Durchführung definierter administrativer Abläufe gehören.

Doch nicht jede Aufgabe sollte autonom ausgeführt werden. Je größer die möglichen Auswirkungen einer Entscheidung sind, desto wichtiger wird menschliche Kontrolle.



Der Mensch bleibt das Review Gate

Wir glauben nicht an Unternehmen, in denen künstliche Intelligenz uneingeschränkt Entscheidungen trifft. Autonomie benötigt Grenzen.

Deshalb unterscheiden wir bei Modal AI zwischen Aufgaben, die ein KI-Mitarbeiter selbstständig erledigen darf, Aufgaben, für die eine menschliche Freigabe erforderlich ist, und Vorgängen, die grundsätzlich in menschlicher Verantwortung bleiben.

Der Mensch wird dadurch nicht aus dem Prozess entfernt. Seine Rolle verschiebt sich.

Statt jeden einzelnen administrativen Zwischenschritt selbst auszuführen, kann er sich auf diejenigen Punkte konzentrieren, an denen seine Entscheidung tatsächlich erforderlich ist.

Dieses Prinzip menschlicher Aufsicht findet sich auch in etablierten Ansätzen zum KI-Risikomanagement. Das US-amerikanische National Institute of Standards and Technology (NIST) beschreibt menschliche Überprüfung und Managementaufsicht als mögliche Maßnahmen beim Einsatz generativer KI.

Auch der europäische AI Act sieht für bestimmte Hochrisiko-KI-Systeme Maßnahmen zur menschlichen Aufsicht vor.

Für Modal AI ist menschliche Kontrolle jedoch nicht lediglich eine regulatorische Anforderung. Sie ist ein Grundprinzip unserer Produktentwicklung.


Menschliches Review Gate kontrolliert sicherheitsrelevante Aktionen eines KI-Mitarbeiters


Sicherheit beginnt bei der Aufgabe

Ein KI-Mitarbeiter sollte nicht einfach Zugriff auf ein Unternehmen erhalten und anschließend selbst entscheiden, was er tun darf.

Deshalb werden Aufgaben bei Modal AI nach ihrem Handlungsspielraum klassifiziert.

Bestimmte Tätigkeiten können innerhalb festgelegter Grenzen autonom durchgeführt werden. Andere erfordern eine Freigabe. Wieder andere dürfen ausschließlich vorbereitet werden, während die eigentliche Entscheidung beim Menschen verbleibt.

Die konkrete technische Umsetzung dieser Mechanismen ist Bestandteil unserer internen Sicherheitsarchitektur.

Das zugrunde liegende Prinzip ist bewusst einfach: Nicht die KI entscheidet, wie viel sie darf. Das Unternehmen entscheidet es.

So kann Automatisierung dort eingesetzt werden, wo sie einen tatsächlichen Nutzen bietet, ohne menschliche Kontrolle dort aufzugeben, wo sie erforderlich ist.



Effizienz bedeutet nicht, Menschen schneller klicken zu lassen

Viele Digitalisierungsprojekte haben Arbeit digitalisiert, aber nicht automatisiert.

Menschen kopieren weiterhin Informationen zwischen Anwendungen, durchsuchen Postfächer, erstellen Aufgaben aus Nachrichten, übertragen Daten und kontrollieren unterschiedliche Systeme.

KI-Agenten eröffnen eine andere Möglichkeit.

Wenn ein KI-Mitarbeiter definierte Teile einer Prozesskette selbstständig übernehmen kann, muss ein Mensch nicht mehr jeden Zwischenschritt manuell durchführen.

Darin sehen wir erhebliches Potenzial für Unternehmen.

Wie groß der tatsächliche Effizienzgewinn ist, hängt allerdings vom jeweiligen Prozess, seiner Automatisierbarkeit, den verfügbaren Informationen und den erforderlichen Kontrollmechanismen ab.

Pauschale Produktivitätsversprechen halten wir deshalb für falsch.

Unsere Zielsetzung ist konkreter: Menschen sollen weniger Zeit mit Arbeit verbringen, die eine Maschine zuverlässig übernehmen kann.



Warum unsere KI-Mitarbeiter einen eigenen Charakter bekommen

Unternehmen bestehen nicht nur aus Prozessen. Sie bestehen aus Zusammenarbeit und Kommunikation.

Deshalb entwickeln wir unsere KI-Mitarbeiter nicht als austauschbare Chatfenster, sondern als definierte digitale Rollen mit Namen, Verantwortungsbereich und eigener Kommunikationspersönlichkeit.

Eine Assistenz kommuniziert anders als ein technischer Spezialist. Ein Mitarbeiter für administrative Aufgaben benötigt andere Verhaltensweisen als ein System für Entwicklung oder Prüfung.

Dabei gilt eine klare Grenze: Persönlichkeit darf niemals Sicherheit oder fachliche Regeln überschreiben.

Der Charakter eines KI-Mitarbeiters bestimmt seine Kommunikation – nicht seine Berechtigungen.

Wir wollen damit auch nicht den Eindruck erzeugen, eine KI sei ein Mensch.

Das Ziel ist ein anderes: Mitarbeiter sollen intuitiv verstehen können, mit welcher digitalen Rolle sie gerade zusammenarbeiten, wofür diese zuständig ist und was sie von ihr erwarten können.

So soll aus der Bedienung eines KI-Werkzeugs zunehmend eine verständliche Zusammenarbeit zwischen Menschen und digitalen Mitarbeitern entstehen.


Unsere Vision: Menschen führen. KI übernimmt Prozesse.

Wir sehen die Zukunft der Arbeit nicht als Wettbewerb zwischen Mensch und künstlicher Intelligenz. Wir sehen sie als neue Form der Arbeitsteilung.

KI-Mitarbeiter übernehmen repetitive und klar definierbare Arbeit. Menschen setzen Ziele, bestimmen Grenzen, treffen relevante Entscheidungen und tragen Verantwortung.

Mit zunehmender Leistungsfähigkeit der Systeme kann der Anteil automatisierter Arbeit wachsen. Gleichzeitig müssen Kontrolle und Sicherheitsmechanismen mitwachsen.

Deshalb bedeutet Fortschritt für Modal AI nicht maximale Autonomie.

Fortschritt bedeutet maximale sinnvolle Autonomie bei klar definierter menschlicher Kontrolle.

Unsere Vision ist ein Unternehmen, in dem KI nicht nur Fragen beantwortet, sondern tatsächlich Arbeit übernimmt.

Nicht als Ersatz für den Menschen. Sondern als neuer Teil des Teams.



Quellen

Eurostat – 20% of EU enterprises use AI technologies, 11. Dezember 2025. Primärquelle: https://ec.europa.eu/eurostat/web/products-eurostat-news/w/ddn-20251211-2

National Institute of Standards and Technology (NIST) – Artificial Intelligence Risk Management Framework: Generative Artificial Intelligence Profile (NIST AI 600-1). Primärquelle: https://nvlpubs.nist.gov/nistpubs/ai/NIST.AI.600-1.pdf

Europäische Union – Verordnung (EU) 2024/1689 (Artificial Intelligence Act), insbesondere Art. 14 zur menschlichen Aufsicht. Primärquelle: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2024/1689/oj

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